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Kategorie: Natur

Unsere Tour nach Schweden – Familienabenteuer im Bus Teil II

Unsere Tour nach Schweden – Familienabenteuer im Bus Teil II

Nun gehts weiter mit unserer Schweden Tour. Den ersten Teil dieser Reise findet ihr hier: Schwedentour Teil I

Tag 5 Malmö – Gottbol

Nachdem wir ewig keinen guten Stellplatz für die Nacht gefunden hatten, standen wir dann einfach auf einer Schotterbucht an einer stark befahrenen Straße. Zum Glück nur diese eine Nacht!

Etwas unausgeschlafen und gerädert ging es dann an diesem Freitag auf die vorletzte Etappe. Und wisst ihr was? Nur wenige hundert Meter nach einer Kurve sahen wir einen wunderbaren Rastplatz im Grünen, etwas abseits der Straße. 🙁

Nach Halmstadt fuhren wir auf der 26 weiter nach Norden (bzw. NO). Nach Mariestad war es wieder Zeit nach einem Schlafplatz zu suchen. Wir wollten gern einen Platz am See finden, wo wir über Nacht bleiben konnten. So fuhren wir immer wieder von der 26 ab auf kleinere Straßen direkt am Vännern. Allerdings sind diese Seegrundstücke wohl sehr beliebt. Es gab dort keinen Platz, wo wir ohne Campingplatzgebühren hätten stehen können. Nach etwa 2h vergeblicher Suche änderten wir die Taktik. Vielleicht gab es ja weiter im Landesinneren wieder mehr Rastplätze oder andere geeignete Stellen? Wir fuhren nördlich von Gullspång  von der 26 ab nach Osten auf die 204. In Gottbol am Skagernsee fanden wir eine ganz tolle Badestelle, wo wir auch problemlos über Nacht bleiben konnten. Es waren bereits zwei weitere Wohnmobile vor Ort. Ein deutsches und ein schwedisches Paar. Wir kamen dort gegen 20 Uhr an, aber es war noch herrlichster Sonnenschein. Also, was taten unsere drei Jüngsten? Na klar, sie schmissen sich erst mal eine Runde in den See. Das war schon die dritte Bademöglichkeit an diesem Tag, aber die drei kriegen einfach nie genug. Das Schöne an all den Seen, die wir bisher in Schweden zum Baden besucht hatten ist, dass sie sehr lange, sehr flach sind. Man kann zum Teil hundert Meter oder mehr hineinlaufen und das Wasser geht einem immer noch nicht über den Bauchnabel. Dieser See hatte wirklich wenig Wasser. Man sieht ja bis wohin der Wasserstand gehen kann, aber hier begann das Wasser erst ca. 20 m nach dieser Linie. Es gab viele Sandbänke und kleinere Tümpel dazwischen – der ideale Kinderspielplatz!

Auf diesem Platz, recht frei stehend ohne Bäume in unmittelbarer Nähe viel mir das erste Mal richtig auf, dass es nachts gar nicht mehr richtig dunkel wurde. Um Mitternacht war es noch fast taghell.

Kids im Skagensjö
Kids im Skagensjö
wenig Wasser im Skagensjö
wenig Wasser im Skagensjö
Kids beim Spielen
Kids beim Spielen

Tag 6 Gottbol – Lakene

Allerdings schien dann auch am nächsten Morgen die Sonne schon vor 6 Uhr morgens. Und unsere Jüngste weckte uns dann mit dem begeisterten Ausruf: „Aufwachen, die Sonne scheint schon!“ Wir brauchen dringend verdunkelnde Vorhänge im Bus!

Da wir nur noch ca. 150km vor uns hatten, konnten wir uns ordentlich Zeit lassen an diesem schönen, sommerlich warmen Samstagmorgen! Die Kinder spielten im See und auch wir Erwachsenen schwammen eine Runde im Brusthohen eiskalten Wasser. Es war herrlich!

Nach dem Mittagessen ging es dann weiter bis zum Endziel für die nächsten zwei Wochen. Über die 26, die E18 und die 240 bis nach Lakene.

Hier haben wir für die kommenden 2 Wochen eine feste Unterkunft in einem Ferienhaus. Ganz in der Nähe vom Ferienhaus meiner Eltern, meines Bruders und meiner Schwägerin. Sie nutzen ihren Urlaub und unterstützen uns hier vor Ort bei der Betreuung unserer Kids. Nun kann ich mich intensiv der Fotografie widmen. (wobei ich natürlich auch unterwegs schon fotografiert habe) Wir werden von hier aus Kontakte knüpfen und Möglichkeiten eruieren. Hier besteht ein großer Bedarf an qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten. Nur mein Schwedisch muss ich noch deutlich verbessern. Die Kommunikation ist recht mühsam und ich greife doch öfter auf Englisch zurück. Hier im näheren Umfeld gibt es aber auch viele deutsche Familien. Einige sind bereits ausgewandert, andere zum Beispiel die Vermieter unseres Häuschens planen die Auswanderung.

Angeln am Klarälven
Angeln am Klarälven
alte Wurzel - junger Fuß
alte Wurzel – junger Fuß
alte Kiefer
alte Kiefer

Von Lakene aus sind wir fast täglich auf der Suche nach schönen Wald- und Seeplätzen. Die schwedischen Wälder sind wunderbar und bieten so viele schöne Fotomotive!

Im nächsten Teil möchte ich euch ein ganz tolles Ausflugsziel mit Kids in Värmland vorstellen. Bis dahin!

Viele Grüße,

Anja

Der Wald ruft!

Der Wald ruft!

Absturz vom Baum

 

Am Wochenende ging es bei strahlendem Sonnenschein Richtung Osten – immer der Sonne entgegen! Auf dem ehemaligen Buga-Gelände in Gera trafen wir uns mit Oma und Opa und die Kids konnten ausgiebig den großen Spielplatz vor Ort erkunden.

Interessanterweise können unsere Waldkinder mit einem Spielplatz, wo ja alles irgendwie vorgefertigt ist und einem bestimmten Zweck dienen soll nicht lange etwas anfangen. Es kam, wie es kommen musste: bald fing das Stänkern und Jammern an und der Hunger wurde auch immer größer. Nun ist es aber so, dass wenn wir, wie an diesem Tag mit dem Bus unterwegs sind, die Ansprüche an die Verpflegung deutlich größer werden. Da ist nichts mehr mit dem Butterbrot und einem kalten Würstchen auf die Hand. Nein, da braucht es unbedingt einen heißen Tee, gebratene Würstchen und geröstetes Brot. Im Bus steht ja alles für die Zubereitung zur Verfügung.

Auf in den Wald

Da Oma und Opa dann sowieso zum Mittagessen heim wollten, packten wir alle Kids und alle Sachen wieder in unseren Bus und steuerten einen schönen Waldparkplatz an. Dort gab es dann zur Zufriedenheit aller den gewünschten heißen Tee, gebratene Igelwürstchen, Brot und Äpfel.

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Nachdem alle satt und wieder gut durchgewärmt waren, wurde der Wald erkundet. Das ist tausendmal spannender, als ein Spielplatz! Hier kann man sich richtig ausprobieren und seine Grenzen beim Bäume erklettert austesten! Hier gibt es so viel zu entdecken: Die Eicheln und Bucheckern beginnen bereits zu keimen. Wusstet ihr, dass man Bucheckern essen kann und sie wunderbar schmecken? (Bitte roh nur in kleinen Mengen essen, da sie den schwach giftigen Stoff Fagin enthalten!)

Die Bucheckern brachten mich auf die Idee, mal wieder Wildnispralinen zu machen. Im Mai werde ich beim Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten für interessierte TeilnehmerInnen einen Workshop zum Thema „Naturpralinen – mit Wildfrüchten und Wildkräutern“ anbieten. Und ich wollte im Vorfeld noch ein paar Kreationen ausprobieren. Da kamen die Bucheckern gerade recht! Während also Kleinsohn mit Papa kämpfte und dabei seine neugewonnenen Judokenntnisse festigen konnte, habe ich mit der tatkräftigen Unterstützung meiner Mädels Bucheckern gesammelt. Großsohn wollte (leider) mit seinen 15 Jahren mal wieder nicht mit zum Familienausflug. Er wir dann aber sicher beim Kreieren der Bucheckerpralinen helfen. Pralinen herstellen ist eins seiner Hobbys!

mde
mde

Und so ging es dann vollbepackt mit Eindrücken, Bucheckern und Zufriedenheit in unserem (schon sehr liebgewonnen) Bus zurück nach Hause.

Die Bucheckern wurden schon bald geschält und warten nun auf ihre „Veredelung“. Ich werde euch berichten, wie diese Pralinen entstehen!

Was für Walderlebnisse hattet ihr in letzter Zeit allein oder mit eurer Familie? Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Viele Grüße,

Anja

 

Artgerecht – was bedeutet das eigentlich?

Artgerecht – was bedeutet das eigentlich?

Immer wieder werde ich gefragt, warum ich das Wort „artgerecht“ im Kontext des Lebens mit Kindern benutze. Die meisten Menschen denken, wenn sie das Wort „artgerecht“ hören an die artgerechte Haltung von Tieren. Bei der artgerechten Tierhaltung geht es darum, welche Bedingungen den Bedürfnissen der jeweiligen Tierart gerecht werden. Was sie also brauchen, um sich wohlzufühlen.

Aber geht es bei Leben mit Menschen und vor Allem Menschenkindern nicht auch darum Bedingungen zu schaffen, mit denen sich alle wohlfühlen? Darum, dass die Bedürfnisse des anderen erkannt und ernst genommen werden?

Das „Artgerecht-Projekt“, gegründet von Julia Dibbern und Nicola Schmidt hat sich zur Aufgabe gemacht, zu ergründen, was für die Spezies Mensch typisch ist, vor Allem in Bezug auf das Leben mit Babys und Kleinkindern. Dabei holen sie uraltes Wissen wieder ins Bewusstsein.

„Wenn sie verstehen, was artgerecht für Menschenkinder ist, sehen sie ihr Baby mit neuen Augen. Plötzlich verstehen sie, warum es weint, was es braucht, was sie jetzt tun können.“ (Nicola Schmidt, Artgerecht – das andere Babybuch)

Irgendwann verließ der Mensch den Lebensraum Natur, wurde sesshaft, baute Städte. Seitdem haben sich seine Lebensbedingungen drastisch verändert. Wo früher eine große, ständige Nähe zwischen Kindern und Erwachsenen war, gibt es nun eine immer stärkere und frühere Trennung der Lebenswelten von Erwachsenen und Kindern.

Ebenso verhält es sich mit der Beziehung zur uns umgebenden Natur. Früher war sie alleiniger Lebensraum des Menschen und versorgte ihn mit allem, was er zum Leben brauchte. Heute gibt es auch hier eine starke Trennung. Kinder spielen immer weniger in Wäldern oder auf ursprünglichen Wiesen. Die Natur als Lern- und Erfahrungsort verliert scheinbar ihre Bedeutung.

Auf der Instinktebene sind wir aber alle noch in den „alten Zeiten“ verwurzelt. In den wenigen Jahrhunderten des „modernen Lebens“ hat die Evolution es noch nicht geschafft, den Menschen entsprechend anzupassen. Das heißt, dass vor Allem bei Babys und kleinen Kindern diese „alten“ Instinkte und Bedürfnisse noch sehr stark sind, da sie noch nicht von Kultur und Erziehung überlagert wurden.

Das „Artgerecht-Projekt“ und ich als Artgerecht-Coach möchten Eltern dabei helfen, die Bedürfnisse ihrer Babys und Kleinkinder zu verstehen und in guter, wertschätzender Weise damit umzugehen.

Was gehört für euch zu einem artgerechten Leben dazu? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Workshop Salben und Cremes herstellen

Workshop Salben und Cremes herstellen

Unsere heimischen Pflanzen haben viele verborgene Kräfte. Sie können uns heilen oder einfach zu unserem Wohlbefinden beitragen. In diesem Workshop schauen wir uns einige dieser kraftvollen Pflanzen genauer an. Wir bereiten mit wenigen wertvollen Zutaten und einfachen Materialien Wundsalben und eine pflegende Pflanzencreme zu. Dafür schenken uns u.a. die Ringelblume, die Birke, die Rose, die Gänseblümchen, das Johanniskraut und die Fichten ihre wertvollen Inhaltsstoffe und Düfte.

Creme

Termin: 15.10.2016; 10.00 – 14.00 Uhr

Preis: 30€ bzw. 20€ (Studenten, Schüler…) zuzügl. 10€ für Material

Ort: Waldmärchencamp, 07646 Weißbach (Tälerdörfer)

Anmeldungen bitte per Mail: anja.seidemann@waldmaerchen.de oder telefonisch: 036426/201841

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Kurs „Natürlich Spielen und Lernen“

Kurs „Natürlich Spielen und Lernen“

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Die Zeit vergeht. Am 02.05.2016 sind wir schon bei Teil 5  von „Natürlich gemeinsam wachsen“ angekommen. Diesmal geht es darum, wie natürliches Spielen und Lernen aussehen kann. Wir beleuchten die Bedeutung von Vorbildern und ich erzähle euch, wie ihr als Eltern gute Mentoren für eure Kinder sein könnt. Habt ihr schon einmal was vom Urspiel gehört? Auch das wird nächsten Montag Thema sein beim Modul V: „Natürlich Spielen und Lernen“.

Wie immer 9.30 – 11.00 Uhr in der Praxis für bewusste Elternschaft, Ludwig-Weimar-Gasse 1, 07743 Jena.

Preis: 15€

Weitere Termine findet ihr hier.

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