Allgemein

Dank unseres Buses sind nun auch die Fahrten zu Arbeits- und Urlaubsorten ein Abenteuer! An einem Montag im Juni starteten wir unsere Fahrt nach Schweden. 6 Tage hatten wir eingeplant, um zum Zielort in Värmland nördlich des Vännern zu kommen. Und dank unserer „Wanderdüne“ brauchten wir diese Zeit auch für die ca. 1500 km. Für manche mag das sehr mühsam klingen eine Woche lang mit allen Kids in einem langsam dahin zuckelnden Bus zu verbringen, aber das ist es ganz und gar nicht. Mit unserer Spitzengeschwindigkeit von 80 km/h und einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 50 – 60 km/h meiden wir die Autobahn so weit es geht und nutzen lieber kleinere bis kleine Straßen. Auf die Art bekommt man sogar beim Fahren einiges mit von der Landschaft.

Spaß im Bus
Spaß im Bus

Tag 2 Ostesee

Am zweiten Tag kamen wir an unserem Lieblingsostseeparkplatz in der Nähe von Dassow bei Bärendorf an. Dort haben wir als Zwischenstation schon einige Nächte verbracht winters wie sommers. Der Strand dort ist auch in der Hauptsaison nicht so arg überfüllt und die Kids können dort am Sandstrand oder auf einer der zahlreichen Sandbänke in der Ostsee spielen. An dem Tag, an dem wir diesmal ankamen ging ordentlich Wind. Es waren viele Kitesurfer im Wasser und über allem schwebten zahlreiche bunte Kites durch die Luft. Trotz nicht ganz so sommerlicher Temperaturen lassen sich unsere drei jüngeren Kids nicht vom Baden abhalten.  Also ab hinein ins kühle Nass! Als wir dann schließlich mit recht durchgefrorenen blaulippigen Kindern zurück im Bus waren, gabs erst mal einen Tee zum Aufwärmen.

Tag 3 Ostsee - Dänemark

Der nächste Tag war etwas windstiller und sommerlich warm. Die Kids wollten natürlich ins Wasser!

Wir haben uns Zeit gelassen mit Frühstück, baden, spielen, zusammenpacken. Ich war mit den Kids am Strand, Toralf nutze die freie Zeit zum Arbeiten.

Jetzt im Juni ist die Kasse am Parkplatz vom späten Vormittag bis zum frühen Abend wieder besetzt. Wir haben die Tagesgebühr für diesen und den vorangegangenen Tag von insgesamt 12 € bezahlt. Wer das komplett umgehen möchte, sollte abends nach 18 Uhr (in der Hauptsaison nicht vor 19 Uhr) ankommen und morgens zeitig wieder verschwinden.

Ostsee
Ostsee

An diesem dritten Tag unserer Reise nach Norden kamen wir bis nach Dänemark. Uns viel auf, dass die Grenze mittlerweile nicht mehr unbewacht ist. Zwei Grenzbeamte schauten flüchtig in unseren Bus und winkten uns dann weiter. Wir wollten noch so 1-2h fahren und dann einen Platz für die Nacht suchen. Im Süden von Dänemark entlang der Landstraße gab es viele sehr schöne und saubere Rastplätze. Je weiter man nach Norden kommt, desto weniger wird es allerdings. Wir fanden dann einen Platz ca. 28km vor Odense. Allerdings waren wir hier nicht allein. Durch die Nähe zur Autobahn kommen hier natürlich auch einige Brummifahrer hin, um zu schlafen. Aber in unserem Bus kriegt man davon kaum was mit.

Tag 4 Dänemark - Schweden

Als wir morgens aufwachten, war der Parkplatz schon wieder leer. Es gab eine saubere Toilettenanlage und einen Zugang in den angrenzenden Wald. Die Gelegenheit habe ich natürlich genutzt, um mit unserer Hündin Runja und der Kamera eine längere Erkundungsrunde zu drehen. Es war ein schöner alter Buchenwald. Und wenn ich im Buchenwald unterwegs bin, geht bei mir automatisch der „Baumperlenradar an“! Ich scanne dann alle Bäume nach Baumperlen ab. Und ich wurde fündig! Neben einigen kleineren Exemplaren schenkte mir eine Buche gleich zwei richtig große Knollen! Die größten, die ich bisher selbst gefunden habe!

Baumperlen von Buchen
Baumperlen von Buchen

Nach dem Frühstück ging es dann weiter Richtung Odense, wo wir auf die Autobahn auffuhren, um über die Storebeltbrücke zu fahren. Mit einem so großen Gefährt, wie unserem ist das leider nicht ganz billig. Da wir in den Papieren ein Maximalgewicht von 4,6t drin stehen haben, kostete uns die Überfahrt 96€!

Nach der Brücke ging es wieder auf die Landstraße. Allerdings machten wir den Fehler und fuhren dann durch Kopenhagen anstatt schon vorher auf die Autobahn zu fahren, die uns über die nächste Brücke führen sollte. Mit dem Bus zur Feierabendzeit durch Kopenhagen zu fahren, macht absolut keinen Spaß! Echt nicht zu empfehlen! Bei den Gebühren für die Öresundbrücke hatten wir Glück. Der nette junge Mann am Schalter wollte keine Papiere sehen, fragte auch nicht und stufte uns in die Kategorie < 6m ein. Dadurch zahlten wir hier „nur“ 56€ statt über 100€. Manchmal darf man auch Glück haben 😉

von Dänemark nach Schweden über die Öresundbrücke
von Dänemark nach Schweden über die Öresundbrücke

Südlich von Malmö machten wir erst mal eine längere Pause. Direkt nach der Brücke gibt es einen Parkplatz mit kleinem Spielplatz und annehmbaren Toiletten. Mittlerweile ging es wieder auf Abend zu und wir mussten einen Platz für die Nacht suchen. Auf dem Pausenparkplatz wollten wir nicht bleiben. Wir hatten die Hoffnung etwas grüneres und ruhigeres zu finden. Leider ging dieser Wunsch für den Abend nicht in Erfüllung. Wir fuhren noch ein Stück auf der E20/E6 nach Norden und wechselten dann auf kleinere Straßen in Küstennähe. Aber es kam und kam kein wirklich schöner Platz. In der Hoffnung nach der nächsten Kurve vielleicht etwas Gutes zu finden, fuhren wir noch einige Stunden weiter, um schließlich völlig entnervt und erschöpft auf einem Schotterplatz direkt neben der Straße anzuhalten. Diese Nacht war kurz und recht unruhig, da immer wieder LKWs an uns vorbeidonnerten. Diese Straße war recht stark befahren. Aber am nächsten Tag konnten wir ja weiterfahren.

lila Lupinen am Straßenrand
lila Lupinen am Straßenrand
Lupinen und Toralf
Lupinen und Toralf
schwedische Sommerwiese
schwedische Sommerwiese

Das war der erste Teil unserer Tour. Im nächsten Beitrag erfahrt ihr, was wir in den nächsten 2 Tage auf der Reise nach Lakene (Värmland) erlebt haben.

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Ostern steht vor der Tür und ich möchte euch die Wartezeit mit einem kleinen Ostergewinnspiel versüßen!

Gewinnen könnt ihr ein handgefertigtes Stück nach Wahl aus meinem Katalog! Ihr habt die freie Auswahl aus allen Schmuckstücken!

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Das Gewinnspiel startet am 07.04.2017, 10.00 Uhr und endet am 17.04.2017, 20.00 Uhr.

Was müsst ihr tun, um so ein tolles Schmuckstück zu gewinnen?

Teilnahmebedingungen:

  • Auf den Seiten von Wurzeln und Flügel habe ich bunte Ostereier versteckt. Findet die Ostereier!
  • Zählt die Eier! (Die Eier auf dem Hasenbild in diesem Beitrag zählen nicht mit)
  • Schreibt in den Kommentaren, wie viele es sind!
  • Schreibt noch dazu, welches Schmuckstück ihr gern gewinnen möchtet!
  • Bitte teilt mir auch mit, welches Thema euch im Zusammenleben mit eurem Baby besonders beschäftigt!

Keine Bedingung zur Gewinnspielteilnahme, aber ich würde mich freuen, wenn ihr

  • meine Seite auf Facebook mit "gefällt mir" markiert.  Facebookseite von Wurzeln und Flügel
  • dieses Gewinnspiel auf Facebook teilt.
  • euch für meinen Newsletter eintragt. Dann verpasst ihr keines meiner Angebote mehr!

Der Gewinner/die Gewinnerin wird per Losverfahren ermittelt und am 18.04.2017 hier in diesem Beitrag bekannt gegeben und zusätzlich per Mail benachrichtigt.

Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

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Kennt ihr das? Euer Kind bekommt Hunger, merkt es nicht und wird plötzlich maulig, unleidlig oder sogar aggressiv? Unser K. (6J.) ist ein Kind mit diesem besonderen Verhältnis zu seinem Hungergefühl. Tausend andere Dinge sind so wichtig und spannend, dass er einfach nicht spürt, wann er Hunger bekommt. Wir merken es dann spätestens, wenn er anfängt seine Schwestern immer wieder zu piesacken. Da wird mal da gekniffen, mal dort geschubst oder einfach viel zu fest umarmt. Das Blöde ist nur, dass wir als Eltern an dieser Stelle bereits zu spät sind, um das Ganze noch ganz entspannt regeln zu können. Reagieren wir hier genervt und mit Vorwürfen steigert sich seine Laune in heftiges Schreien und Wüten bis hin zum durch-die-Gegend-schmeißen von Gegenständen.

Hier hilft nur noch, ihn so sanft wie möglich aus der Situation zu nehmen, also irgendwo hin zu gehen, wo man mit ihm allein sein kann. Er ist dann oft schon so in Rage, dass ich ihn wegtragen muss. Ich bin damit nicht glücklich, hab aber irgendwie noch keinen anderen Weg gefunden. Bleibt er zwischen seinen Geschwistern oder anderen Leuten, kriegen wir das gar nicht richtig in den Griff und er geht seine Geschwister zum Teil massiv an.

Ist er mit mir allein dauert es aber auch noch eine gefühlte Ewigkeit, bis wir zu einer Lösung kommen. Das Problem ist, dass es nicht reicht, ihm einfach etwas zu Essen zu geben. Wenn er in diesen Hungerzustand kommt, weiß er nicht, was er braucht. Er lehnt erst mal alles ab, was ich ihm anbiete. Mit viel Geduld und Nachfragen muss er dahin kommen, dass er sagen kann, was er braucht. Hat er das geschafft, ist alles wieder gut. Ich gebe ihm das Essen, was er gern essen möchte und er entspannt sich zusehends. Nur diese Geduld aufzubringen ist leider nicht immer leicht. Vor Allem wenn ich mich auch um die anderen beiden (der 4. Ist zum Glück schon so groß, dass er mich nicht mehr so akut braucht) kümmern muss und keine Unterstützung in der Nähe ist.

Letzte Woche hatte ich ein tolles, sehr inspirierendes Schlüsselerlebnis zum Thema „starke Gefühle begleiten“. Wir waren bei Freunden zu Besuch. Der jüngere Sohn der Familie, Timon ist ähnlich wie unser K. Er hat sehr stark ausgeprägte Gefühle und äußert vor Allem Frust auch sehr heftig mit lautem Schreien und Wutanfällen. Wie seine Mutter Annelie damit umging, war einfach toll anzusehen. Sie nahm ihn ganz ruhig zu sich, streichelte ihn und ließ ihn einfach wütend und frustriert sein. Es dauerte keine 5 Minuten, da war er wieder entspannt und ging wieder spielen. Ich habe mich lange mit Annelie unterhalten. Sie sagte, wenn sie sich voll drauf einlassen kann, geht der Frust bei Timon schnell vorbei und alles ist wieder gut. Wenn sie aber genervt ist und das eigentlich grad gar nicht mag, dann dreht Timon richtig auf, wird richtig wütend und auch aggressiv. Dann dauert es ewig, bis alles wieder entspannt läuft. Das deckt sich sehr mit meinen eigenen Beobachtungen mit unserem Sohn.

Und just an diesem Abend hatten wir wieder eine „spezielle Situation“ mit K. Mein Mann hatte mich abends von einer Weiterbildung abgeholt. K. Ist währenddessen im Kinderzimmer unserer Freunde im Hängesessel eingeschlafen. Mein Mann trug ihn dann hoch in unser Schlafzimmer. K. Wurde halbwach und fing an zu weinen und zu schreien. Er war aber nicht ansprechbar. Da er sich immer wieder in den Schritt fasste, habe ich ihn aufs Klo gebracht. Dort saß er dann und weinte und schrie und wimmerte und war immer noch nicht ansprechbar. Auf ihn einreden half gar nichts,  sauer werden natürlich auch nicht. Dann erinnerte ich mich an die Situation mit Annelie und Timon. Ich blieb einfach nur neben ihm. Angefasst werden wollte er nicht. Nach kurzer Zeit wurde er schon ruhiger, aber anfassen oder ansprechen endete nur in erneutem Schreien. Ich hielt ihm also einfach nur meine Hand hin. Erst stieß er sie weg, aber so nach und nach kamen erst seine Finger, dann die ganze Hand und nach ein paar Minuten drückte er beide Hände in meine und ließ sie streicheln. Er wurde ganz ruhig, schien sogar auf dem Klo einzuschlafen. Als er völlig entspannt war, sprach ich ihn wieder an und fragte, ob ich ihn ins Bett bringen kann. Er öffnete die Augen und antwortete mir ganz normal. Er war wieder ansprechbar! Ich brachte ihn ins Bett, wo er entspannt wieder einschlief. Da hat es bei mir Klick gemacht. Er braucht einfach jemanden, der bei ihm ist und mit ihm seine Gefühle aushält. Es kann so einfach sein! Leider ist es das trotzdem nicht immer. Ich bin leider nicht immer in der Verfassung so viel Geduld aufzubringen, aber ich arbeite daran.

Viele Eltern reagieren genervt und mit Druck. „Man darf diese Wutausbrüche nicht hinnehmen!“ „Der tanzt euch doch auf der Nase rum!“ Dass hört man oft von Außenstehenden. Einige Eltern fühlen sich in solchen Situationen (unbewusst) angegriffen und reagieren dann ebenfalls aggressiv auf die Wut des Kindes. Annelie sieht die Ursache dafür in der eigenen Erziehung. In der eigenen Kindheit dieser Eltern sind Verletzungen entstanden, die tief im Unterbewusstsein abgespeichert sind und nun beim Umgang mit den eigenen Kindern in diesen Wutsituationen diese alten Muster provozieren.

Bei meinem Mann ist das so, dass ihn die Wut von K. so antriggert. Er hat sich jetzt zur Aufgabe gemacht, rauszukriegen, warum das bei ihm so ist. Er hat den Verdacht, dass er als Kind genauso war und diese Gefühle aber massiv unterdrückt wurden von seinem Umfeld. Es bei seinem Sohn jetzt anders und bedürfnisorientiert zu machen, ist also auch gleichzeitig für ihn eine Heilung seiner verletzten Kinderseele.

Die eigenen Muster zu ändern geht leider nicht von heut auf morgen. Sie sitzen tief und erst einmal muss man sich dieser Muster bewusst werden. Dann kann man Schritt für Schritt schauen, was unser Kind und wir selbst eigentlich brauchen. Wutausbrüche sind keine Sache, die Kinder tun, um Erwachsene zu ärgern oder zu provozieren. Es sind authentische Gefühle, die in diesem Moment sehr stark wirken. Bei dem einen wirken sie eben stärker als bei anderen. Durch Druck von außen, bekommen die Kinder die Botschaft, dass ihre eigenen Gefühle nicht richtig sind. Ist der Druck sehr groß, lernen sie mit der Zeit diese Gefühle zu unterdrücken. Letztendlich lernen sie, sich selbst nicht mehr zu spüren und die eigenen Gefühle nicht mehr erst zu nehmen. Ist es das, was wir für unsere Kinder wollen?

Ich jedenfalls nicht. Ich möchte, dass meine Kinder ihren Gefühlen und ihrem Körper vertrauen und auf ihre Bedürfnisse hören und sie auch kommunizieren können. Gerade letzteres ist ein Lernprozess, der unsere wertschätzende Unterstützung als Eltern erfordert.

Wie seht ihr das? Habt ihr Kinder mit ähnlich starken Gefühlen? Wie geht ihr damit um?

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Am 18.04.2016 wird sich alles um Babys Ausscheidungen drehen. Wir werden uns mit dem Abhalten ab Geburt beschäftigen. (Windelfrei bzw. Ausscheidungskommunikation) Mit einem Blick auf den internationalen und historischen Umgang mit diesem Thema, werden wir feststellen, dass Babys durchaus ein Gefühl für ihre Ausscheidungen haben und das von Geburt an.

Was benötigt man alles, wenn man sein Kind ohne Wegwerfwindeln wickeln oder gar nicht wickeln möchte? Wie ist das mit unserem Leben vereinbar? Und was für Vorteile hat die Ausscheidungskommunikation für Eltern und Kind?

Bist du neugierig geworden? Am 18.04.2016 von 9.30 - 11.00 Uhr gibt es Antworten und Austausch.

Wo: Praxis für bewusste Elternschaft, Ludwig-Weimar-Gasse 1, 07743 Jena

Preis: 15€

Anmeldung bitte per Mail oder telefonisch! Kontakt

Weitere Workshoptermine findet ihr hier

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Am 11.04.2016 dreht sich im Workshop alles um Babys Schlaf.

Babys Schlaf funktioniert anders, als der von Erwachsenen. Wir schauen uns an, warum das so ist und wie trotzdem Schlafharmonie zwischen Eltern und Baby geschaffen werden kann, ohne auf klassische Schlaftrainings zurückgreifen zu müssen. Nächtliches Stillen und Co-sleeping werden wir genauso betrachten, wie Einschlafbegleitung und Rituale zum Schlafengehen. Die Frage "Was ist artgerecht für das Baby?" nimmt eine zentrale Stellung ein.

Termin: 11.04.2016; 9.30 - 11.00 Uhr

Ort: Praxis für bewusste Elternschaft, Ludwig-Weimar-Gasse 1, 07743 Jena

Preis: 15€

Weitere Workshoptermine findet ihr hier.

 

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